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29. Juni 2015

Eine Vision wird wahr – mehr als wohnen feiert Eröffnungsfest

 
Mitten im Entwicklungsgebiet Zürich Leutschenbach ist in den vergangenen Jahren der neue, visionäre Genossenschaftsquartierteil Hunziker Areal entstanden. Im letzten halben Jahr wurden die rund 370 modernen und preisgünstigen Wohnungen erstmals vermietet. 1300 neu Eingezogene haben sich ihr Zuhause eingerichtet und das Hunziker Areal, welches noch Anfang Jahr eine imposante Baustelle war, in einen belebten Quartierteil verwandelt.
 
Die erfolgreiche Geschichte von mehr als wohnen wollen wir am 4. Juli, dem Internationalen Genossenschaftstag, mit einem grossen Eröffnungsfest feiern. Das Fest richtet sich sowohl an die Mitglieder, Partnerinnen und Nachbarn von mehr als wohnen, als auch an die interessierte Öffentlichkeit. Es beginnt um 10.30 Uhr mit einer feierlichen Einweihung auf dem Hunzikerplatz. Offene Wohnungstüren und die Lancierung einer Architektur-App, mit welcher Besucher/innen Informationen über architektonische, ökologische und technische Aspekte des Hunziker Areals auf ein Smartphone laden können, locken zur Entdeckungstour durch den neuen Quartierteil. Auch das Gewerbe – vom Geigenbauatelier über die Werkstätten des Züriwerks bis hin zur Quartierinitiative zur Nahversorgung oder Quartierwährung – werden diesen Tag dazu nutzen, sich vorzustellen. Um 15.00 Uhr findet parallel zum Kinderprogramm der Städtebau-Stammtisch statt, moderiert von der Zeitschrift Hochparterre. Dabei wird die Sonderbeilage zum Hunziker Areal vorgestellt und der bisherige Prozess der Baugenossenschaft mehr als wohnen mit Fachpersonen diskutiert. Um 17.00 Uhr startet das Genossenschaftsfest mit einer Vielfalt an musikalischen und kulinarischen Highlights aus der Bewohnerschaft des Hunziker Areals, Zürich und der weiten Welt.
 
Planung und Entwicklung dieses vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützten Leuchtturmprojektes für den genossenschaftlichen Wohnungsbau waren einmalig. Das Bestreben, qualitativ hochwertigen und gleichzeitig bezahlbaren Wohnraum für moderne Lebensentwürfe zu schaffen, bezeichnen mehr als wohnen genauso wie das Streben nach der Umsetzung der 2000-Watt-Gesellschaft. Energieeffiziente Technologien und Recycling von Wertstoffen, aber auch die Mitwirkung der Bewohnenden sind Bestandteile des erweiterten Nachhaltigkeitskonzeptes von mehr als wohnen. Wir freuen uns, Sie an unser Eröffnungsfest einzuladen und Sie vom Hunziker Areal als Ort der Innovation und des Lernens zu überzeugen. Am Freitag 3. Juli um 11.00 Uhr findet zusätzlich ein Medienrundgang auf dem Hunziker Areal statt. Wir bedanken uns im Voraus für Ihr Interesse und Ihre Anmeldung. 
 
Medienkontakte:
Baugenossenschaft mehr als wohnen
Anna Haller
Projektleiterin Partizipation und Öffentlichkeitsarbeit
anna.halleranti spam bot@mehralswohnenanti spam bot.ch 
+41 44 325 40 43
 
Steiner AG
Claude Sulser
Head Human Resources & Corporate Communications
claude.sulseranti spam bot@steineranti spam bot.ch 
+41 58 445 20 00 
 
Downloads:
Pressemitteilung als PDF
- Einladungsflyer
 
Facts mehr als wohnen
 
Geschichte
2007 feierte die Stadt Zürich 100 Jahre gemeinnützigen Wohnungsbau unter dem Motto "100 Jahre mehr als wohnen". Das Jubiläum bot Anlass, Impulse zu nutzen, selbstbewusst in die Zukunft zu schauen und Neues zu wagen. Wohnvisionen, technische Innovation, Partizipation und Nachhaltigkeit sollten mehr als wohnen charakterisieren. Das Projekt Hunziker Areal ist als erstes Ergebnis dieses Prozesses zu betrachten. Das innovative Wohn-, Arbeits- und Zukunftslabor wurde im Entwicklungsgebiet Zürich-Leutschenbach gebaut. Auf dem rund 40'000 m2 grossen Areal stand früher die Betonfabrik Hunziker. Zeitgleich wie sich mehr als wohnen gründete, suchte die Stadt Zürich eine Abnehmerin für die Parzelle und gab mehr als wohnen das Land im Baurecht ab.
 
Architekturwettbewerb
Um die hoch gesteckten Ziele möglichst vollständig zu erfüllen, wurde über das Amt für Hochbauten der Stadt Zürich 2008 ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Die Teilnehmenden hatten sowohl ein Städtebau- und Siedlungskonzept als auch Vorschläge für ein Einzelgebäude einzureichen. Ausserdem mussten hohe wirtschaftliche und ökologische Vorgaben der Baugenossenschaft berücksichtigt werden. Das Preisgericht hat die 25 eingegangenen Projekte auf ihren Gehalt und ihr Potenzial hin untersucht – unter den Augen interessierter Genossenschafter/innen. Das im Projektwettbewerb siegreiche städtebauliche Projekt der Zürcher Architekturbüros futurafrosch und DUPLEX-Architekten zusammen mit Müller-Illien Landschaftsarchitekten überzeugte mit einer Grosszügigkeit und Dynamik im Bezug auf Gebäude- und Wohnungstypologien. Kooperation und Dialog waren auch in der Architektur ein Leitmotiv. Die Gestaltung der Wohngebäude wurde zusammen mit den weiteren Wettbewerbsgewinner/innen Müller Siegrist Architekten, Miroslav Šik und pool Architekten sowie der Baugenossenschaft überarbeitet und umgesetzt. Dabei wurden die Gebäudetypologien aller Beteiligten in den Siedlungsentwurf integriert, die einzelnen Gebäude optimiert und aufeinander abgestimmt. 
 
2000-Watt-Gesellschaft
Die Genossenschaft setzt sich – genau wie die Stadt Zürich – für eine nachhaltige Entwicklung gemäss den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft ein. Die Häuser auf dem Hunziker Areal sind 2000-Watt-kompatibel gebaut und erreichen den Minergie P Eco Standard. Sie verbrauchen trotz hohem Komfort im Betrieb sehr wenig Energie und sind nach gesundheitlichen und bauökologischen Vorgaben gebaut. Geheizt wird der Quartierteil mit Abluft des benachbarten Rechenzentrums der Stadt Zürich. Für die Warmwasseraufbereitung wird mittels Wärmepumpen die Temperatur erhöht. Den Strom dafür liefern Photovoltaikanlagen auf den Dächern. Erstmals in Zürich setzt mehr als wohnen zusammen mit EWZ eine Eigenverbrauchsregelung für Mietobjekte um. Einsparpotential besteht neben dem Betrieb der Gebäude auch in der Mobilität und im Verbrauch der Bewohnenden. Wesentlich für den Faktor Mobilität ist, dass Mietende in der Regel kein Auto besitzen und das Areal gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist.
 
mehr als wohnen wird in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Leuchtturmprogramms vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt. Dabei werden Daten zu einem nachhaltigen Energiemanagement auf der Skala einer Siedlung ermittelt um das Energiesystem optimal einzustellen, damit der Betrieb den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft angenähert werden kann. Ebenso werden Massnahmen eingeleitet, um die Bewohnenden auf Energieeinsparpotential im Alltag zu sensibilisieren. Am Beispiel des Leuchtturmprojektes auf dem Hunziker Areal wird aufgezeigt, wie die Energiezukunft in städtischen Wohnsiedlungen aussehen kann.
 
Steiner AG, Totalunternehmung
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Bauherrschaft und der Steiner AG erhielt schon während der Verhandlungsphase eine zentrale Bedeutung und bildete anschliessend die Grundlage für die erfolgreiche Planung und Realisierung dieses einmaligen und komplexen Projektes. Während der intensiven 3-jährigen Bauphase stand ein konstruktiver Austausch zwischen der Baugenossenschaft und Steiner auf der Tagesordnung. Für Daniel Ducrey, CEO der Steiner AG, war die Komplexität des Hunziker Areals bezüglich Architektur, Gebäudetechnik und Betrieb einer der wichtigsten Beweggründe, weshalb Steiner diesen Auftrag als Totalunternehmung ausführen wollte: „Ich bin sehr stolz darauf, dass Steiner als Partner für den Bau von mehr als wohnen gewählt worden ist. Zusammen mit der Bauherrschaft und den Planern konnten wir ein zukunftsweisendes und besonders ambitioniertes Projekt mit innovativen Bauformen und Technologien umsetzen, welches insgesamt 13 unterschiedliche Baukörper umfasst. Dank Standardisierungen und Vereinheitlichungen von Produkten und Elementen hat die Steiner AG die Qualitäts- und Kostenziele jederzeit erreicht und somit wesentlich zum termingerechten Abschluss dieses Projektes beigetragen“. Das neue, lebendige Quartier kann sich sehen lassen und erfüllt die Totalunternehmung mit Stolz. 
 
Breiter Wohnungsmix
Die soziale Durchmischung ist für mehr als wohnen ein Grundpfeiler der sozialen Nachhaltigkeit. Daher fand in den voluminösen Gebäuden auf dem Hunziker Areal eine grosse Bandbreite an Wohnungstypen Umsetzung: klassische Familienwohnungen und neue Wohnformen für Einzelpersonen, Paare, Kleinfamilien oder grosse Wahlfamilien, welche sich gemeinsame Flächen teilen. mehr als wohnen bietet damit eine Antwort auf sich verändernde Wohnbedürfnisse.
 
Erstvermietungsprozess
Die Bilanz des Erstvermietungsprozesses fällt positiv aus. Der grösste Teil der Wohnungen konnte zwischen November '14 und Mai '15 vermietet und bezogen werden. Dabei mussten die selbst auferlegten Herausforderungen bewältigt werden. Die Wohnungen wurden an im Voraus definierte Profile vermietet. Ausschlaggebend für die Wohnungsvergabe waren harte und weiche Faktoren: Mindestbelegung, der Verzicht auf das Privatauto, Einkommen oder der Wille der Bewerbenden, einen Beitrag zum Quartierleben beizusteuern. Des Weiteren hat sich mehr als wohnen an der Durchmischung der Zürcher Wohnbevölkerung orientiert. Doch während sich viele junge Familien mit kleinen Kindern und Einzelpersonen für die Wohnungen bewarben, war es mit einem grösseren Aufwand verbunden, ältere Menschen oder Familien mit grösseren Kindern zu finden, um in der kurzen Zeit den gewünschten Bevölkerungsmix zu erreichen. Für die Vergabe der Satellitenwohnungen – einer neuen Wohnform für acht bis zwölf Personen – organisierte mehr als wohnen Treffen und unterstützte damit die Bildung von Wohngemeinschaften. Ein Teil der Wohnungen auf dem Hunziker Areal wurde Organisationen zur Verfügung gestellt, die Raum für innovative und integrative Wohnformen anbieten: so zum Beispiel die Stiftung Domicil, Züriwerk, oder die Woko. 
 
Allmend und Partizipation
Neben einer Gemeinschaft fördernden Architektur wurde auf dem Hunziker Areal eine Infrastruktur geschaffen, die vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Aktivitäten erlaubt. Dazu gehören zehn Allmendräume, Gemeinschaftsterrassen, grosszügige Quartierplätze, Spielplätze und Gemeinschaftsgärten. Die Genossenschafter/innen zahlen einen einkommensabhängigen Beitrag in den Solidaritäts- und Genossenschaftsfonds, welcher Ressourcen für soziale und kulturelle Projekte zur Verfügung stellt. Eine Allmendkommission, die verantwortlich für die Verwaltung dieser Ressourcen ist, wird noch 2015 aus den Bewohnenden gewählt. Die Bewohnenden des Hunziker Areals können Quartiergruppen bilden. Diese bereichern das Hunziker Areal beispielsweise mit einem Quartierkaffe, einer Gemeinschaftswerkstatt oder einem Raum der Stille. 


 

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